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ACHTZIG SCHÄTZE

DER STÄDTISCHEN SAMMLUNGEN KAMENZ -
VON CRANACH UND KRODEL ZU LESSING, GOETHE UND BASELITZ

30. November 2018 bis 7. Januar 2019

Buchvorstellung und Ausstellungseröffnung am
Donnerstag, 29. November 2018, um 19 Uhr

Am Donnerstag, 29. November 2018, stellen die Städtischen Sammlungen Kamenz erstmals ihren neuen Meisterwerkekatalog der Öffentlichkeit vor. Das umfangreiche Buch, das im Michael Imhof Verlag erscheint, bietet ein einzigartiges Panorama des reichen Bestandes an Kunst- und Kulturgütern der Städtischen Sammlungen. Erstmals wird nun die Sammlungsqualität des Lessing-Museums, des Sakralmuseums St. Annen, der Stadtgeschichte im Malzhaus sowie des Stadtarchivs anhand von achtzig ausgewählten Objekten der europäischen Kunst -, Literatur- wie Geistesgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart vorgestellt. Gerade mit ihren verschiedenen sich ergänzenden Schwerpunkten verfügen die Städtischen Sammlungen über eine überregional bedeutende wie vielfältige Kunst- und Objektüberlieferung.
So präsentiert der Katalog beispielsweise originale Handschriften des Ablasspredigers Johannes Tetzel, des Reformators Philipp Melanchthon, des Astronomen Tycho Brahe, der Dichter Gotthold Ephraim Lessing und Johann Wolfgang von Goethe sowie Druckgrafiken und Gemälde aus der Zeit Lucas Cranachs d. Ä. Ferner werden einmalige bemalte Glasgefäße, mittelalterliche Urkunden, Inkunabeln und humanistische Drucke der Renaissance, Gemälde des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, eine repräsentative Plakatsammlung der Zeit zwischen 1925 und 1990 und ein feiner Bestand an moderner und zeitgenössischer Kunst, maßgeblich auf Papier, vorgestellt. Vertreten sind beispielweise Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Claudia Berg, Tony Franz, Angela Hampel, Horst Janssen, Michael Klipphahn, Gottfried Zawadzki sowie von Georg Baselitz.
Wissenschaftlich besprochen werden darüber hinaus die spätmittelalterlichen Schnitzaltäre und die sakrale Bildhauerkunst böhmisch-schlesischer Prägung, die als Dauerleihgaben der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Kamenz im Sakralmuseum St. Annen präsentiert werden. Kurioses wie eine reliquienartige Haarlocke Lessings, des großen Sohns der Stadt, rundet die acht Jahrhunderte umfassende Objektgeschichte ab. Verfasst wurden die Beiträge von Thomas Binder, Sören Fischer, Matthias Hanke, Sylke Kaufmann, Ragnit Michalicka, Carsta Off, Birka Siwczyk und Christian Tausch.
Ermöglicht wurde der Katalog, der über die Städtischen Sammlungen Kamenz, über den Michael Imhof Verlag sowie über den Buchhandel zu erwerben ist, durch die Förderung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Ostsächsischen Sparkasse Dresden sowie des Vereins der Freunde und Förderer der Städtischen Sammlungen Kamenz e.V.
Begleitend zur Buchpräsentation am 29. November 2018 um 19 Uhr in der Galerie des Kamenzer Sakralmuseums (Schulplatz, 01917 Kamenz) wird die Sonderausstellung „ACHTZIG SCHÄTZE DER STÄDTISCHEN SAMMLUNGEN KAMENZ: KOSTBAR UND AUSGEWÄHLT“ eröffnet. Die Schau zeigt ausgewählte Highlights des Meisterwerkekatalogs und wird einmal mehr verdeutlichen, welch reiches Erbe die Städtischen Sammlungen bewahren.

Was noch interessant ist...

Franziska Junge erhält Herimann-Preis
Halt
Halt Franziska Junge, Siebdruck 2016

Bilder des Kamenzer Franziskuszyklus in Hessen ausgezeichnet
Franziska Junge erhält den Herimann-Preis

Im Jahr 2016 wurde im Kamenzer Sakralmuseum St. Annen die Sonderausstellung "Franz von Assisi - Sein Leben in neuen Illustrationen" gezeigt. Die Schau würdigte die Aktualität des franziskanischen Wirkens und unterstrich zugleich die enge Verbindung der Stadt Kamenz mit dem Bettelorden: Die gotische Kirche St. Annen, die seit 2011 auch als Sakralmuseum genutzt wird, wurde im 16. Jahrhundert als Zentrum eines Franziskanerklosters erbaut und präsentiert heute Kunst aus der Zeit der Klostergründung.
Für die Ausstellung, die von Dr. Sören Fischer kuratiert wurde, konnten mit Franziska Junge (geb. 1982 in Gera), Rosanna Merklin (geb. 1986 in Berlin) und Nadine Prange (geb. 1980 in Düsseldorf) drei Künstlerinnen gewonnen werden, die ihr spezielles Augenmerk auf die Beziehung zwischen Text und Bild richteten. Ausgangspunkt war die Tradition des mittelalterlichen Freskenzyklus, welche die Absolventinnen der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in die Gegenwartskunst überführten. Entstanden ist ein Zyklus mit neun Episoden aus dem Leben des Franziskus. In den Techniken des Holzschnitts und des Siebdrucks illustriert er so populäre Szenen wie „Die Vogelpredigt“ oder „Die Stigmatisation“.
Es freut die Städtischen Sammlungen sehr, dass nun einige Bilder des speziell für Kamenz geschaffenen Zyklus im Zentrum einer wichtigen Preisverleihung standen, die jüngst im hessischen Bad Karlshafen zu erleben war. Franziska Junge wurde bei diesem Anlass für ihre drei Franziskus-Siebdrucke als Siegerin mit dem Herimann-Preis ausgezeichnet. Der Preis, der in diesem Jahr erstmals verliehen wurde, geht auf eine Initiative des Hessischen Städte- und Gemeindebunds und der Kulturstiftung Hessen-Thüringen zurück und zeichnet Kunstwerke aus, die sich zeitgenössischen Bibelillustrationen bzw. biblischen Themen widmen. Schirmherr des Wettbewerbs ist Staatsminister Boris Rhein, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Insgesamt bewarben sich 72 Künstlerinnen und Künstler mit 109 Kunstwerken, unter ihnen auch Franziska Junge.
Nachdem eine Jury aus Vertreter/innen der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, dem Bistum Fulda, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund getagt hatte, konnte der mit 5.000 Euro dotierte Herimann-Preis am Freitag, dem 29. Juni 2018, im Rahmen einer Ausstellung an Frau Junge verliehen wird. Auch der Preis schlägt ebenso wie die Arbeiten von Frau Junge einen Bogen in die Vergangenheit. Herimann war ein mittelalterlicher Mönch, der im nordhessischen Kloster Helmarshausen aktiv und für seine Buchmalerkunst berühmt war.
Die Vertreter der Städtischen Sammlungen gratulieren Franziska Junge zu ihrem Erfolg und wünschen Ihr weiterhin viel Kreativität und ein Breites Echo in der Kunstwelt

80 Jahre Georg Baselitz

Am 23. Januar 2018 feiert der weltweit renommierte und geschätzte Maler, Grafiker und Bildhauer Georg Baselitz seinen 80. Geburtstag. Baselitz, der im heute zu Kamenz gehörigen Ort Deutschbaselitz als Hans-Georg Kern geboren wurde und durch seinen Künstlernamen die besondere autobiografische Beziehung zur Landschaft seiner Kindheit ausdrückt, zählt zu den einflussreichsten Malern der Gegenwart. Namhafte Museen zeigen in ihren Dauerausstellungen seine Werke, vielfach wurde und wird er durch Sonderausstellungen und Publikationen geehrt. Georg Baselitz ist mit seinem über Jahrzehnte sich erstreckenden Werk ein Weltbürger im besten Sinne des Wortes. Sein qualitätvolles Werk ist universell und eng mit der deutschen wie europäischen Geschichte verbunden. Zugleich ist Baselitz neben dem Dichter Lessing eine herausragende mit Kamenz verbundene Persönlichkeit von internationalem Rang.
Zu Ehren des Künstlers haben die Städtischen Sammlungen Kamenz zusammen mit der Lessingstadt daher für 2018 ein Festprogramm mit Sonderausstellungen, einem Vortrag und einer Buchpräsentation entwickelt. Alle Interessierten und Kunstbegeisterten waren eingeladen den 80. Geburtstag von Georg Baselitz in Kamenz über das Jahr verteilt zu feiern und zu genießen.
Die letzte Veranstaltung dazu ist eine Buchpräsentation im Herbst 2018:
80 Schätze der Städtischen Sammlungen Kamenz

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