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Ausstellung

in der Galerie im Sakralmuseum / Klosterkirche St. Annen

Transition

Fotografien von Michael Kruscha

Außergewöhnlich und sehenswert!

Eine Wüste in Jordanien, im Hintergrund kahle Felsen. Eine Straße führt durch diese Landschaft. Keine Menschenseele. Unwirtlich. An der Straße ein einfaches zweistöckiges Gebäude, farblich fast von der Natur verschluckt, keine Fenster, keine Türen, nur die Höhlen in der Mauer – ein Buswartehäuschen. Man fragt sich, wer hier wartete, umstieg, um anderswo hinzukommen ...

Solche Orte und Momente des Übergangs hat Kruscha in vielen Ländern der Welt mit der Kamera festgehalten – in Marokko und Kasachstan, in Südafrika und Patagonien, im Oman, im Jemen und in Israel. So verschieden diese Regionen, so verschieden sind die Wartehäuschen. Vom primitiven Unterstand bis zum kleinen Wartepalast. Geeint sind sie in ihrer menschenleeren Verlorenheit, manche seit langem verlassen und wohl vergessen. Kruscha schaute dabei nicht mit dem Blick des Journalisten durch das Objektiv, sondern mit dem des Künstlers. Er nimmt diese Stationen vor allem in ihrer Zeichenhaftigkeit wahr. Wandel, Wechsel und Umbruch nehmen in den Fotografien Gestalt an. Orte werden zu Metaphern des Übergangs.

Diese Arbeiten stammen aus dem 2003 begonnen Langzeitprojekt „Bus-stops“. Das ist jedoch nur ein Teil der Ausstellung. Unter dem Titel „Texturen“ lädt ein fotografisches Kunstwerk zur Betrachtung ein, das Elemente von Menschen verlassener Behausungen verschiedenster Orte der Welt zeigt. Diese Fotografien verselbständigen sich und fügen sich als Synthese neu zu einer kreisförmigen Collage aus Farben und Formen.

Zum Symbol von Veränderung und der Entfernung vom Menschen wird auch ein Foto, das ein verrostetes Schiffswrack fremd inmitten einer Wüstenlandschaft zeigt – die Folgen der Austrocknung des Aralsees.

Entstanden ist diese Exposition in Kamenz aus Anlass des 60. Geburtstages von Michael Kruscha. Der in Hoyerswerda gebürtige und heute in Berlin lebende Künstler stellt nicht das erste Mal in der Lessingstadt aus. Bereits 2015 war er im Malzhaus mit seiner Exposition „anderswo“ zu erleben, in der Malerei des Künstlers vorgestellt wurde. Beide Künste gehen bei ihm eine enge Verbindung ein.

Ausstellungsdauer 28. Mai bis 3. September 2021

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